{"id":95,"date":"2020-01-20T14:08:09","date_gmt":"2020-01-20T14:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/hessische-ludwigsbahn.de\/?page_id=95"},"modified":"2020-01-20T14:08:09","modified_gmt":"2020-01-20T14:08:09","slug":"hp-sickenhofen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hessische-ludwigsbahn.de\/?page_id=95","title":{"rendered":"Hp. Sickenhofen *"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alter Wunsch nach einer Bahnhaltestelle in Sickenhofen. <br>(von Helmut Mahr)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon beim Bau der &#8220; \nLudwigsbahn&#8220; von Darmstadt nach Aschaffenburg in den Jahren 1856 bis \n1858 , wollten die Sickenh\u00f6fer nach m\u00fcndlichen \u00dcberlieferungen einen \nBahnhaltepunkt zwischen Sickenhofen und Hergershausen der f\u00fcr beide orte\n gedacht war. Die Er\u00f6ffnung des Zugverkehrs zwischen Darmstadt und \nAschaffenburg war am 25. Dezember 1858 . Seit dieser zeit fahren die \nZ\u00fcge im wahrsten Sinne des Wortes an Sickenhofen vorbei. Die Einwohner \nvon Sickenhofen heute den dringenden Wunsch nach einer Haltestelle f\u00fcr \nPersonenz\u00fcge . Schon im Jahr 2003 berichtete die Presse das die \nHaltestelle Sickenhofen f\u00fcr den Rhein-Main-Verkehrsverbund&nbsp;und bei der \nDADINA beschlossene Sache ist. Alle Sickenh\u00f6fer hoffen , das der Plan in\n K\u00fcrze umgesetzt wird. Durch die zwei Neubaugebiete mit einem \nVorraussichtlichen Einwohnerzuwachs von von zirka 600 Personen haben \nsich die Chancen f\u00fcr einen Halt verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Antrag der ehemals \nselbst st\u00e4ndigen Gemeinde Sickenhofen an das Reichsbahnbetriebsamt \nDarmstadt, sowie das Landratsamt Dieburg vom 31.M\u00e4rz 1947, wurde \nargumentiert, dass&nbsp;von Sickenhofen t\u00e4glich 160 Berufst\u00e4tige die Bahn \nnutzen. Um die Kosten der Bahn f\u00fcr das Vorhaben niedrig zu halten, \nmachte die Gemeinde Sickenhofen vorab folgende Zugest\u00e4ndnisse:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b0 Die Gemeinde stellt das erforderliche Gel\u00e4nde f\u00fcr die Bahnsteige kostenlos zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b0 Die Gemeinde verpflichtet sich,die erforderliche F\u00fcllmasse f\u00fcr die Bahnsteige kostenlos zu stellen und auch anzusch\u00fctten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b0 Das erforderliche&nbsp;Holz f\u00fcr die Wartehalle wird von der Gemeinde kostenlos gestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b0Ausserdem ist die Gemeinde bereit sich an der Finanzierung zu beteiligen, wor\u00fcber vorherige Vereinbarungen zu treffen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Antrag&nbsp;wurde vom \nLandratsamt sowie vom Reichsbahnbetriebsamt mit positiven Stellungnahmen\n an die Reichsbahndirektion Frankfurt weitergeleitet. Die \nErfolgsaussichten waren zun\u00e4chst auch vielversprechend . Geplant war , \ndas t\u00e4glich je 4 Z\u00fcge aus Richtung Darmstadt und Aschaffenburg \nin&nbsp;Sickenhofen halten sollen. Drei Jahre nach&nbsp;der Antragsstellung, im \nApril 1950, berichtete die Babenh\u00e4user-Zeitung: &#8220; F\u00fcr die Errichtung \neines Bahnhofes&nbsp;Sickenhofen hat die Gemeinde bereits 13.000 Mark in \nR\u00fccklage gestellt. Das Geb\u00e4ude soll rechts von der Stra\u00dfe nach Langstadt\n errichtet werden, dazu kommen Bahnsteige in beiden Fahrtrichtungen &#8220; \nLetztlich scheiterte das Projekt doch, trotz weitgehender Zugest\u00e4ndnisse\n der Gemeinde Sickenhofen , da die laufenden Betriebskosten der Bahn zu \nhoch erschienen. In Sickenhofen gab es 2 \u00dcberg\u00e4nge die mit Schranken und\n Personal gesichert wurden (Bahn\u00fcbergang auf der Stra\u00dfe zum Sickenh\u00f6fer \nSee , Bahn\u00fcbergang an der Hauptstra\u00dfe)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; 02.06.2003 Freitod : 17-J\u00e4hriger warf sich vor den Zug (Bahnstrecke war fast zwei Stunden gesperrt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am  Montagabend hatte sich ein junger Mann am Bahn\u00fcbergang in Sickenhofen  vor den fahrenden Zug geworfen. Der Lokf\u00fchrer hatte noch eine  Schnellbremsung eingeleitet, aber der Zug \u00fcberrollte den 17-J\u00e4hrigen, er  wurde sofort get\u00f6tet . Es sei eindeutig Freitod gewesen, so die  Polizeipressestelle auf anfrage der Offenbach Post . In der n\u00e4he der  Ungl\u00fcckstelle hatten die Beamten einen Abschiedsbrief gefunden. Zeugen  hatten gegen 21.15 Uhr beobachtet , dass der Jugendliche noch die Arme  in die H\u00f6he gerissen hatte und sich dann direkt vor den heranbrausenden  Zug geworfen hatte. Ein Notfallseelsorger k\u00fcmerte sich um den Lokf\u00fchrer,  der von einem Kollegen abgel\u00f6st wurde, wie die Pressestelle des BGS auf  anfrage mitteilte. Statistisch gesehen , habe ein Lokf\u00fchrer w\u00e4hrend  seines Berufslebens drei bis vier Mal mit einem solchen Ungl\u00fcckfall zu  tun, so der Beh\u00f6rdensprecher . Insgesamt hatte der Zug zwei Stunden  Versp\u00e4tung , sechs weitere Z\u00fcge waren ebenfalls betroffen . Drei Z\u00fcge  mussten \u00fcber Hanau umgeleitet werden . Die Bahnstrecke  Darmstadt-Aschaffenburg war bis kurz vor 23 Uhr komplett gesperrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bericht vom 14.08.2006<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Offenbach-Post berichtet\n heute \u00fcber das vorhaben von Stadt , Land und Deutscher Bahn AG. Die \nBahn m\u00f6chte in den kommenden Monaten den B\u00dc modernisieren und f\u00fcr \nFu\u00dfg\u00e4nger sicherer machen. Der Kreis hat da\u00fcr 367.000 Euro zu verf\u00fcgung \ngestellt, auch bei der Stadt stehen Mittel zur Verf\u00fcgung insgesamt \n150.000 Euro . In dem Umbau sollen zus\u00e4tzlich ein Geh und Radweg mit \neinbezogen werden , sowie Fu\u00dfg\u00e4nger Schranken und ein akustisches \nKlopfzeichen sowie besonders gerifelter Boden mit Farbkontrasten und \neinem neuen Schalthaus mit Schaltungstechnik.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alter Wunsch nach einer Bahnhaltestelle in Sickenhofen. (von Helmut Mahr) Schon beim Bau der &#8220; Ludwigsbahn&#8220; von Darmstadt nach Aschaffenburg in den Jahren 1856 bis 1858 , wollten die Sickenh\u00f6fer nach m\u00fcndlichen \u00dcberlieferungen einen Bahnhaltepunkt zwischen Sickenhofen und Hergershausen der f\u00fcr beide orte gedacht war. 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